Reethaus Sellin

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Reethaus Sellin! Informationen zum Thema Reet auf Rügen!

Reethäuser gehören auf der Insel Rügen zum typischen Landschaftsbild! In Vitt, dem kleinen Fischerdorf am Kap Arkona haben alle Häuser diese Bedachung! Rett oder auch Rohr und oder Schildach war vor langer Zeit ein sehr günstiger Bausstoff! Fast alle alten Fischerhäuser auf Rügen oder auch im Ostseebad Sellin hatten Schilf oder eben Reet auf ihrem Dach! Das Reet wird teilweise heute noch auf der Insel Rügen abgebaut! Sie suchen ein Ferienhaus Rügen mit direktem Zugang zum Strand? Reet ist heute ein begehrter Baustoff!

Das Reet wird im Winter geerntet und dann als Bund gehandelt! Ein Schock besteht aus 60 Bund Reet !
Reet sollte trocken verarbeitet werden! Heist, das Material sollte schon gelagert worden sein und dann von einem Fachmann veraerbeitet werden!

Reet bzw. Schilf ist eines der ersten Bedachungsmaterialien der sesshaft gewordenen Menschen gewesen; dies ist auf seine Eigenschaften als Wasserpflanze und seine lokale Verfügbarkeit zurückzuführen. Die ersten Reetdächer waren einfache Eindach-Häuser. Im Mittelalter wurde aufgrund der Brandgefahr in dicht bebauten Gebieten das Reetdach in den Städten durch Hartdächer ersetzt. Auf dem Lande behielt das Reet jedoch bis in die heutige Zeit eine gewisse Bedeutung. Die ersten nachgewiesenen Reetdächer (Pfahlbauten am Bodensee) gab es schon 4000 v.Chr. Es war leicht aufgebundenes Reet, das mit Haselnussstöcken als Schachtstange und eingeweichten Weidenstöcken auf den Dachstuhl gepresst wurde. Quelle Wikipedia


Ein Reetdach kann als traditionell Kaltdach (mit Hinterlüftung) ausgeführt werden, früher wurde das Reet- oder Strohdach ohne Hinterlüftung als Warmdach konstruiert. Dabei kam die hervorragende Isolationswirkung des Baustoffes Schilf zum tragen: Aufgrund der geringen Rohdichte von Schilf sorgt Reet für guten sommerlichen Wärmeschutz und gute Wärmedämmung im Winter. Im Zuge moderner Bautechniken, haben sich die Reetdächer allerdings ihrem Unterbau angepasst und werden heutzutage mit Hinterlüftung (gemäß DIN 4108) als Kaltdach gebaut. Die Hinterlüftung führt entstehende Feuchtigkeit ab und sorgt so für eine höhere Lebensdauer des Reetdaches.
Die korrekte Ausführung muss einige Anforderungen und Parameter einhalten. Reetdächer sollten eine Dachneigung von über 45° haben. Die hohe Dachneigung ist dafür verantwortlich, dass die einzelnen Wassertropfen von Halm zu Halm gleiten können. Bei einem funktionierenden Reetdach wird so nur die oberste Schicht der Dachdeckung durchfeuchtet. Reetdächer haben als konstruktiven Bautenschutz einen großen Dachüberstand (Traufüberstand) von mindestens 50 cm, da keine Regenrinne das Wasser abführt, tropft es in ausreichendem Abstand zum Mauerwerk ab und versickert in einem Kiesbett oder wird durch eine Rinne abgeführt. Der Schornsteinaustritt muss lt. FeuVO mindestens 0,8m über dem First liegen.
Der First des Reetdaches ist von Region zu Region unterschiedlich gefertigt. In Regionen in der Heidekraut wächst, wird dieser mit Heidekraut gedeckt. In den Niederlanden, Flandern und Frankreich sind Tonkappenfirste (in naturrot gebrannt oder taubengrau gedämpft) üblich. In Nordfriesland ist der Grassodenfirst zu finden und in den skandinavischen Ländern sowie der Region Kapeln/Flensburg Hängeholzer (Eichenholzreiter), die auf einer Seegrasschicht hängen. Quelle Wikipedia


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